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Im Sondermaschinen- und Anlagenbau wird Material überwiegend projektbezogen beschafft. Eine Lieferung gehört damit häufig zu einer bestimmten Maschine, Anlage oder Baugruppe.
Für den Wareneingang entstehen daraus zusätzliche Anforderungen.
Typisch sind:
Der Wareneingang ist damit ein wichtiger Verbindungspunkt zwischen Einkauf, Lager, Konstruktion und Montage.
Eine der ersten Herausforderungen entsteht bereits bei der Warenannahme.
Auf dem Lieferschein findet sich häufig die Bestellnummer, nicht jedoch direkt die zugehörige Projektnummer. Ohne eine durchgängige Verknüpfung muss der Mitarbeiter zunächst recherchieren, zu welcher Bestellung und damit zu welchem Maschinenprojekt die Lieferung gehört.
Anschließend muss dokumentiert werden, welche Mengen tatsächlich eingetroffen sind und welche Positionen noch offen sind.
Werden diese Informationen manuell in unterschiedlichen Listen oder Systemen gepflegt, steigt der Aufwand. Gleichzeitig benötigen auch andere Projektbeteiligte Informationen darüber, ob ein benötigtes Bauteil bereits geliefert wurde.
Eine eindeutige Verbindung zwischen Bestellung, Lieferung und Projekt schafft hier eine gemeinsame Informationsbasis.
Bei größeren Sondermaschinen reicht die Zuordnung zum Projekt allein häufig nicht aus.
Eine Maschine besteht aus zahlreichen Baugruppen und Unterbaugruppen. Entsprechend kann auch das Projektlager weiter strukturiert werden, damit Material später gezielt für Fertigung und Montage bereitgestellt werden kann.
Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage:
Zu welchem Projekt gehört das Bauteil?
Sondern auch:
An welcher Stelle der Maschine wird es benötigt?
Fehlt diese Information, muss spätestens bei der Kommissionierung erneut geprüft werden, für welche Baugruppe ein geliefertes Teil vorgesehen ist.
Eine eindeutige Zuordnung innerhalb der Maschinenstruktur erleichtert deshalb die weitere Materialbereitstellung.
Der Wareneingang sollte in der Projektfertigung nicht isoliert betrachtet werden. Was bei der Warenannahme erfasst und zugeordnet wird, beeinflusst die nachfolgenden Prozesse.
Vereinfacht ergibt sich:
Bestellung → Wareneingang → Projektzuordnung → Baugruppenzuordnung → Kommissionierung → Montage
Je besser die Informationen über ein Bauteil bereits beim Wareneingang strukturiert sind, desto einfacher lässt es sich später für die richtige Baugruppe bereitstellen.
Gerade bei umfangreichen Maschinenprojekten kann eine baugruppenbezogene Kommissionierung dabei helfen, Material entsprechend der Maschinenstruktur zu organisieren.
erp4cad verbindet den Wareneingang mit den Bestell- und Projektinformationen der laufenden Maschinenprojekte.
Mitarbeiter können dadurch nachvollziehen, welche Bestellung zu welchem Projekt gehört, welche Mengen erwartet werden und wie das eingehende Material weiter zugeordnet werden soll.
Im Wareneingang stehen die offenen Bestellungen mit ihrer jeweiligen Projektzugehörigkeit zur Verfügung.
Beim Eintreffen der Ware können bestellte und gelieferte Mengen miteinander abgeglichen werden. Lieferscheine lassen sich manuell oder per Scanner erfassen und der entsprechenden Bestellung zuordnen.
Anschließend kann die Ware auf das jeweilige Projektlager oder auf das allgemeine Lager gebucht werden.
Damit bleibt die Verbindung von der ursprünglichen Bestellung bis zum eingegangenen Material erhalten.
Soll ein geliefertes Bauteil zusätzlich geprüft werden, kann der Anwender auf die zugehörige Konstruktionszeichnung zugreifen.
Dadurch stehen technische Informationen dort zur Verfügung, wo sie bei der Warenannahme benötigt werden.
Wird bei der Prüfung eine Abweichung festgestellt, kann bei Bedarf direkt eine Reklamation erstellt werden.
Mit der Funktion Location-on-Machine lässt sich ein Artikel über eine Stücklistenpositionsnummer beziehungsweise einen Stücklistenpfad einer bestimmten Baugruppe zuordnen.
Dadurch wird nicht nur sichtbar, zu welchem Projekt ein Bauteil gehört, sondern auch, an welcher Stelle innerhalb der Maschine es vorgesehen ist.
Diese Information kann anschließend für die Kommissionierung genutzt werden. Material lässt sich damit projekt- und baugruppenbezogen organisieren und für die entsprechenden Bereiche der Maschine bereitstellen.
Der Wareneingang ist im Sondermaschinenbau mehr als die reine Erfassung einer Lieferung.
Hier treffen Informationen aus Einkauf, Lager und Konstruktion zusammen und werden für die nächsten Projektschritte benötigt.
Eine durchgängige Datenbasis kann dabei helfen:
Damit wird aus dem klassischen Wareneingang ein integrierter Bestandteil der Projektfertigung.
Maximilian Dietz ist Geschäftsführer Vertrieb bei der all4cad GmbH. Er kennt die Herausforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus aus der Praxis – und weiß, wie Software echte Arbeit erleichtert.
Mit Leidenschaft für digitale Prozesse und effizientes Projektmanagement unterstützt er mittelständische Unternehmen dabei, ihre technischen Abläufe zu vernetzen und zu optimieren.
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